Eine 20-MB-Datei liegt unter upload_max_filesize, dennoch kommt das WordPress-Formular leer an. Ursache ist post_max_size: Die vollständige Multipart-Anfrage mit Datei, Formularfeldern und Protokoll-Overhead überschreitet die auf 16 MB gesetzte Grenze. Wer nur die zulässige Einzeldatei erhöht, behebt dieses Verhältnis nicht. Für zuverlässige Uploads müssen beide Werte zusammenpassen und im richtigen Webkontext geprüft werden.
Inhalt
Was beide PHP-Limits bedeuten
upload_max_filesizebegrenzt die Größe einer einzelnen von PHP angenommenen Datei. post_max_sizegilt dagegen für den gesamten POST-Body einschließlich aller Dateien, Textfelder und des Multipart-Overheads. Bei mehreren Dateien kann die Gesamtsumme zu groß sein, obwohl jede einzelne Datei zulässig ist. Zusätzlich können Webserver, Proxy, CDN, WAF, WordPress oder der Hosting-Tarif kleinere Grenzen setzen.
Ein realistisches Beispiel
Ein Formular erlaubt einzeln Dateien bis 32 MB. Zwei Dateien mit jeweils 20 MB scheitern jedoch gemeinsam, weil post_max_sizeauf 40 MB steht und die komplette Anfrage etwas größer ist. Nach einer angemessenen Reserve für Felder und Overhead funktioniert derselbe kontrollierte Mehrfachupload. Ein Test knapp unter und über den Grenzen bestätigt, dass tatsächlich die PHP-Gesamtgröße wirksam war.
Warum das Verhältnis wichtig ist
Ist post_max_sizekleiner als die gewünschte Datei oder zu knapp bemessen, verwirft PHP unter Umständen die gesamte Anfrage, bevor WordPress sie verarbeiten kann. Das wirkt dann wie ein leeres Formular oder ein unerklärlicher Upload-Fehler. Umgekehrt erzeugen sehr hohe Werte große Anfragen, die Arbeitsspeicher, Laufzeit und vorgelagerte Infrastruktur stärker belasten.
Sicherer Einstieg
Notieren Sie Dateigröße, Anzahl und weitere Formularfelder des fehlgeschlagenen Uploads. Prüfen Sie beide effektiven PHP-Werte im betroffenen Web-Handler, nicht nur über WP-CLI oder ein Hosting-Panel. Setzen Sie die Einzeldateigrenze passend zur größten benötigten Datei und die POST-Grenze mit ausreichender Reserve über die gesamte Anfrage. Testen Sie anschließend einen kleinen Kontrollupload, eine große Einzeldatei und mehrere mittlere Dateien.
Technische Prüfung
Messen Sie die tatsächliche Request-Größe und vergleichen Sie sie mit PHP-, Webserver- und Proxy-Grenzen. Wiederholen Sie Tests knapp unter und über jeder Zielgröße und kontrollieren Sie HTTP-Status, PHP-Warnungen sowie die WordPress-Verarbeitung. Erhöhen Sie memory_limitoder die Laufzeit nicht automatisch: Annahmegröße, Verarbeitungsspeicher und Dauer sind getrennte Fragen.
Risiken und Rollback
Große Upload-Grenzen können Ressourcen binden und sind bei schwachen Verbindungen fehleranfällig. Bei sehr großen oder zahlreichen Dateien sind Teiluploads oder ein dafür vorgesehener Importweg oft robuster. Dokumentieren Sie alte, angeforderte und effektive Werte. Wenn Serverlast steigt oder die Änderung nicht greift, stellen Sie die vorherige Konfiguration wieder her und suchen Sie nach der nächstkleineren Grenze im Anfrageweg.
AIOWS-Modul
Wie AIOWS PHP Limits bei Upload-Grenzen hilft
AIOWS PHP Limits kann die aktiven PHP-Werte anzeigen, von der Serverumgebung unterstützte Änderungen versuchen und bei der Prüfung des wirksamen Ergebnisses helfen. So sehen Sie, ob das angeforderte Wertepaar im getesteten Kontext tatsächlich gilt.
Das Modul kann Hosting-Vorgaben nicht garantiert überschreiben und ändert vorgelagerte Webserver-, Proxy- oder CDN-Limits nicht automatisch. Es ersetzt auch keine Prüfung des tatsächlichen Request-Umfangs.
Wählen Sie ein stimmiges Paar mit Reserve für den vollständigen POST-Body und wiederholen Sie danach dieselben Einzel- und Mehrfachuploads. Bleibt der Fehler bestehen, prüfen Sie die übrigen Schichten statt weitere PHP-Direktiven zu stapeln.
Weiterführende Beiträge
- Maximale Upload-Dateigröße in WordPress erhöhen
- PHP max_input_vars für WordPress erhöhen
- WordPress-Fehler 413 „Request Entity Too Large“ beheben
Fazit
Planen Sie immer mit zwei Größen: der einzelnen Datei und dem vollständigen POST-Body. post_max_sizebenötigt genügend Raum für alle Dateien, Felder und Multipart-Overhead. Prüfen Sie beide effektiven Werte mit Einzel- und Mehrfachuploads und berücksichtigen Sie weiterhin kleinere Grenzen in Webserver, Proxy und Hosting.








